"The 'not invented here' hypothesis is the only theory currently consistent with the known facts."

Christopher Mellon,

24. Juni 2021

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Kein neues Phänomen

Historische UFO-Sichtungen und Phänomene im Luftraum von 1947 bis 1400 v. Chr.

Es gibt unzählige UFO-Sichtungen und Beschreibungen ungewöhnlicher Himmelsphänomene aus historischer Zeit und aus dem Altertum. Jacques Vallée und Chris Aubeck haben in ihrem sorgfältig recherchierten Buch Wonders in the Sky fünfhundert solcher Berichte zusammengetragen und analysiert und kommen zu der Überzeugung, dass das UFO-Phänomen die Menschheit bereits seit tausenden von Jahren begleitet. Die Vorstellung, dass es sich bei den Besuchern um Außerirdische von anderen Planeten handelt (ETH - Extraterrestrische Hypothese; vgl. Einleitung), scheint den Autoren in Anbetracht dieses langen Zeitraumes allerdings nicht stimmig zu sein und wird ihrer Ansicht nach der Komplexität des Phänomens nicht gerecht (vgl. auch Jacques Vallée: Five Arguments against the Extraterrestrial Theory; PDF-Download).

 

Berichte von Lichtphänomenen und materiellen Objekten am Himmel, Begegnungen mit 'Göttern von den Sternen' (vgl. Sixkiller Clarke) und Kontakten mit Elfen, Kobolden, Dschinnen und anderen nichtmenschlichen Wesen ziehen sich durch alle Kulturen und Epochen der menschlichen Entwicklung und haben große Ähnlichkeit mit denen heutiger UFO-Zeugen. Vallée und Aubeck stellen mit ihrer Arbeit das UFO-Phänomen in einen historischen Kontext und belegen, dass es nicht erst mit der UFO-Sichtung von Kenneth Arnold am 24. Juni 1947 begann, wie regelmäßig in Buchveröffentlichungen und in der Presse zu lesen ist.

 

Geschichten über Sichtungen und Kontakte sind bereits im Mittelalter sehr verbreitet und ihre Zahl bleibt auch dann noch beachtlich, wenn man natürliche Phänomene wie Meteoritenschauer, Kometen oder atmosphärische Effekte herausfiltert. Doch besonders aus den letzten zwei Jahrhunderten gibt es viele faszinierende Berichte über ungewöhnliche Ereignisse. Der Anstieg an Sichtungen während der letzten zweihundert Jahre liegt insbesondere in den sich entwickelnden Möglichkeiten der Vervielfältigung von Schriftgut und der Verbreitung von Nachrichten begründet (Vallée & Aubeck: Wonders in the Sky, S. 452).

 

Die große Herausforderung bei der Analyse der alten Texte und Chroniken ist einerseits ihre 'Entfärbung' von kulturell und religiös geprägten Inhalten der Epoche, aus der sie stammen. Andererseits besteht die Gefahr des unbewussten 'Umdeutens' oder der Missdeutung der Berichte vor dem eigenen kulturellen Hintergrund. Diese beiden Punkte bilden daher auch eine wesentliche Kritik an Vallées und Aubecks historischem Ansatz. Die Autoren räume deshalb ausdrücklich die Möglichkeit von Fehlinterpretationen ein und legen ihre Methodik bei der Auswahl der Fallbeispiele im Detail offen.

 

Der historische Ansatz ist zur Entschlüsselung des UFO-Phänomens unverzichtbar. Das Phänomen ist vielschichtiger, als es auf den ersten Blick erahnen lässt, und ideologisch geprägten Interpretationen sollte grundsätzlich mit Vorsicht und Zurückhaltung begegnet werden. Auch, wenn man sich diese noch so sehr wünschen mag: Im Falle des UFO-Phänomens gibt es keine 'einfachen' Wahrheiten und deshalb ist auch seine Untersuchung nicht einfach.

 

Die Analyse historischer UFO-Sichtungen und Phänomene im Luftraum bietet eine faszinierende Möglichkeit des Erkenntnisgewinns und eröffnet einen völlig neuen Blickwinkel auf das gesamte Phänomen. Um dies zu veranschaulichen, sollen im folgenden zehn Fälle beispielhaft vorgestellt werden - beginnend mit den rätselhaften Sichtungen von Luftschiffen im 19. Jahrhundert:

 

1896 – 1897: Rätselhafte Luftschiffe

 

8. April 1665: Fliegende Untertasse mit Kuppel über Stralsund, Deutschland

 

1394 im Winter: Ein tonnenförmiges Objekt erscheint über verschiedenen Orten in England

 

Um 1059: Eine leuchtende Perle im See - Fanliang, China

 

März 900: Zwei riesige, fliegende Objekte über China

 

497: Eine Sphäre am Himmel und zwei Lichtstrahlen über den Britischen Inseln

 

Frühjahr 260: Ein Kind vom Mars schwebt davon - China

 

24. Mai 12 v. Chr.: Ein großes schwebendes Objekt mit Feuerregen - China

 

404 v. Chr.: Geleitet von einer leuchtenden Säule am Himmel - Attica, Griechenland

 

1347 v. Chr.: Echnatons fliegende Scheibe – El-Amarna, Niltal, Ägypten

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