„Ich glaube nicht, dass irgendeine Regierung der Welt die Antwort auf das UFO-Problem kennt, aber mehrere Regierungen müssen Beweise für seine Realität haben.“
Jacques Vallée, Konfrontationen, 1994, S. XXXVI.

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Never get lost

Exkurs 3

Wie argumentieren ideologische UFO-Skeptiker?

Ideologische UFO-Skeptiker sind davon überzeugt, dass es kein echtes UFO-Phänomen gibt (vgl. Never get lost). Viele der gut dokumentierten und untersuchten UFO-Vorfälle sprechen aber eine andere Sprache und bringen die Skeptiker in Bedrängnis. Aus diesem Grund findet man in ihren Veröffentlichungen oft eine bestimmte Vorgehensweise, mit der versucht wird, das UFO-Phänomen zu entkräften. Mit etwas Übung lässt sich die Argumentationslogik und die Taktik der ideologischen UFO-Skeptiker aber leicht aufdecken. Folgende Elemente sind typisch und tauchen immer wieder auf (vgl. auch von Ludwiger: Randgebiete der Wissenschaft und ihre Interpretation durch die Wissenschaftsjournalisten und Zetetiker; PDF-Download).

 

• Die Argumentation ist allgemeiner Natur und bezieht sich nicht auf den konkreten vorgestellten Fall. Es wird von vornherein versteckt oder offen von der Annahme ausgegangen, dass es kein echtes UFO-Phänomen gibt. Belege für die Erklärungen und Fallauflösungen der Skeptiker werden daher auch oft als unnötig angesehen.

 

• Bevor ein Fall überhaupt untersucht wurde, werden über die Medien bereits Erklärungen verbreitet, z.B. dass es sich „nur“ um Radarengel (falsche Radarechos) oder Modellflugzeuge gehandelt hat und der Fall damit „aufgeklärt“ ist. Für die meisten Menschen ist mit dem Verbreiten einer solchen eingängigen „Erklärung“ das Thema erledigt und sie sind für die echten Fakten, die evtl. später bei einer wissenschaftlichen Untersuchung festgestellt werden, nicht mehr empfänglich. Diese Argumentationstaktik ist daher besonders gefährlich und richtet meist großen Schaden an - insbesondere bei den UFO-Zeugen, die sich nicht ernst genommen fühlen. Außerdem ist sie eine einfache und wirkungsvolle Methode, die beteiligten UFO-Phänomen-Forscher, die in Richtung eines echten Phänomens argumentieren, als „Spinner“ und „UFO-Gläubige“ hinzustellen.

 

• Trotz eindeutiger, gesicherter Faktenlage und einem offensichtlichen Widerspruch zu den Fakten werden weiterhin einfache, konventionelle Erklärungen propagiert (leuchtende Venus, Hubschrauber, atmosphärische Phänomene usw.).

 

• Fakten bezüglich einer Sichtung, die aus Zeugenaussagen abgeleitet oder durch medizinische / naturwissenschaftliche / juristische / militärwissenschaftliche Untersuchungen gewonnen wurden, werden ignoriert bzw. bewusst unterschlagen. Die Gesamtfaktenlage des Falls wird so dargestellt / verfälscht, dass der Fall leicht mit konventionellen Erklärungen abgetan werden kann.

 

• Klassische, gut dokumentierte und belegte UFO-Fälle werden ausgeblendet / nicht erwähnt / nicht zitiert, da hier die Gefahr besteht, in Erklärungsnot zu geraten.

 

• Nichtauflisten von Literatur, die bedeutend für einen genannten UFO-Fall ist und ihn belegt, obwohl diese Literatur bekannt ist. Beim Studieren des Falls entsteht dadurch beim Leser der Eindruck, dass es keine weitere / nur die Literatur der UFO-Skeptiker gibt und der Fall eindeutig als „abgeschlossen“ und „aufgeklärt“ gelten kann.

 

• Es werden nur Fälle bearbeitet / erwähnt / veröffentlicht, bei denen von vornherein davon auszugehen ist, dass sie aufgeklärt werden können, z.B. Missidentifikationen von Wetterballons, Flugzeugen usw. Bei dieser Art von Vorgehen bei der Untersuchung von UFO-Fällen setzen die UFO-Skeptiker ihren Erfahrungsvorsprung gegenüber den Zeugen und auch den Medien ein, die selber nicht in der Lage sind, einen vermeintlichen UFO-Fall als offensichtliche Missidentifikation zu erkennen. Die UFO-Skeptiker können sich dann in solchen Fällen leicht rühmen, den Fall schnell „aufgeklärt“ zu haben, wobei ihnen schon von vornherein klar war, dass es sich nicht um ein UFO im engeren Sinne gehandelt hat. Für die Zeugen / Medien ist das sehr beeindruckend und überzeugend und suggeriert ihnen, dass es kein echtes UFO-Phänomen gibt und alle UFO-Sichtungen grundsätzlich Fehlinterpretationen sind.

 

• Versuch der Diskreditierung von Zeugen, indem ihnen eine labile Persönlichkeit, ein übersteigertes Geltungsbedürfnis / Publicity-Süchtigkeit, Wahrnehmungsstörungen, fehlende Kompetenz bei der Beurteilung der Sichtung (z.B. bei Piloten, Militärangehörigen, Polizisten usw.), psychische Krankheiten, generell eine fehlerhafte menschliche Wahrnehmung bzw. ein fehlerhaftes Erinnerungsvermögen oder bei Massensichtungen Massenhysterien unterstellt werden, ohne, dass dafür überzeugende Argumente geliefert werden.

 

• Versuch der Diskreditierung von UFO-Phänomen-Forschern / Falluntersuchern, die an einem Fall gearbeitet haben, z.B. indem ihnen die fachliche Kompetenz abgesprochen wird, sie in die Ecke der UFO-Esoteriker gestellt werden, ihnen eine Verfälschung der Daten vorgeworfen wird, ihnen eine Fehlinterpretation oder ein unwissenschaftlicher Umgang mit den Daten vorgeworfen wird, indem ihnen Fehler bei der Sicherung von Spuren vorgeworfen werden, bei UFO-Forscher-Gruppen, indem ihnen sektenartige Strukturen unterstellt werden usw. Oft werden keine Belege dafür erbracht, dass die Vorwürfe gerechtfertigt sind - es wird einfach unterstellt, dass dies so sei.

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© Michael A. Landwehr (soweit nicht anders angegeben)