„Ich glaube nicht, dass irgendeine Regierung der Welt die Antwort auf das UFO-Problem kennt, aber mehrere Regierungen müssen Beweise für seine Realität haben.“
Jacques Vallée, Konfrontationen, 1994, S. XXXVI.

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Never get lost

UFOs über Raketensilos - der Malmstrom-Vorfall in Montana, USA, 1967

Quellen:

(1) Robert Hastings: UFOs and Nukes - Extraordinary Encounters at Nuclear Weapons Sites, S. 237ff

(2) Leslie Kean: UFOs - Generäle, Piloten und Regierungsvertreter brechen ihr Schweigen, S. 155 f

(3) Joan Bird: Montana UFOs and Extraterrestrials, S. 92 ff

(4) Pressekonferenz Disclosure Project 2001, Teil 1, Minuten 41:45-49:43

 

Vom Malmstrom-Vorfall berichtet der Oberst a.D. Robert Salas:

 

„Mein Name ist Robert Salas. Nach Abschluss der Air Force Akademie 1964 diente ich bis 1971 bei der Luftwaffe und schied als Oberst aus. Im März 1967 diente ich auf dem Luftwaffenstützpunkt Malstrom in Montana und war für die Raketenstarts von Minuteman-Raketen zuständig.

 

Am frühen Morgen des 24. März 1967 bekam ich einen Anruf von einem meiner Wachleute oben - wir hatten sechs Luftsicherheitsbeamten dort oben, soweit ich mich erinnere. Ich befand mich 18 m unter der Erde in einem Bunker [des Oscar-Flight-Stützpunktes] und überwachte die 10 Minuteman-Raketen mit Atomsprengköpfen. An diesem Morgen rief man mich an, weil seltsame Lichter am Himmel zu sehen waren. Ich maß dem Anruf keine Bedeutung bei. Nach diesem ersten Anruf wurde ich erneut angerufen. Diesmal klang der Wachmann unruhiger. Er hatte offensichtlich große Angst. Er sagte, da sei ein rot glühendes Objekt, das vor dem Eingangstor schwebe. Es hätte eine ovale Form. Alle Sicherheitsbeamten ständen mit gezogenen Waffen da draußen. Direkt nach dem Anruf weckte ich meinen Kommandanten Oberst Fred Meiwald, der gerade Pause machte, und berichtete ihm über den Anruf. Während ich mit ihm am Telefon sprach, fuhr eine Waffe nach der anderen herunter. Sie wechselten in den 'außer Betrieb'-Modus und konnten nicht mehr gestartet werden.

 

 

Wir verloren zwischen 6 und 8 Raketen an diesem Morgen nur wenige Minuten nachdem das Objekt über dem Eingangstor gesichtet worden war. Als wir den Gefechtsstand unterrichteten, teilte man uns mit, dass sich ein sehr ähnliches Ereignis über dem Echo-Flight-Stützpunkt ereignet hätte. Sie hätten alle 10 ihrer Raketen unter sehr ähnlichen Umständen verloren. Der Kommandant dieser Einrichtung war Oberst Eric Carlson und der stellvertretende Kommandeur hieß Walt Feagle.

 

Durch den 'Freedom of Information Act' haben wir Dokumente der Luftwaffe, die den Echo-Flight-Vorfall beschreiben. Darin werden auch UFOs erwähnt. Wir haben weiterhin Fernschreiben über diesen Vorfall. In einem Fernschreiben des strategischen Luftwaffenkommandos heißt es: ‚Die Tatsache, dass für den Ausfall von 10 Raketen kein ersichtlicher Grund festgestellt werden kann, gibt dem Hauptquartier Anlass zu großer Besorgnis.’ Ich habe 12 Zeugen, die Teile dieses Vorfalls bestätigen können, darunter ein Mann, der die Vorfälle später für die Luftwaffe untersucht hat.“

 

Dieser Mann war Bob Kaminski, der Leiter des Boeing-Untersuchungsteams. Als vertragliche Wartungsfirma für das Minuteman-Raketensystem wurde Boeing gebeten, den mysteriösen Ausfall der Echo-Flight-Raketen aufzuklären. Kaminskis Aufgabe war es, die Untersuchung zu koordinieren und ein Team aus qualifizierten Ingenieuren und Technikern zusammenzustellen, um vor Ort in der Abschusskontrolleinrichtung (LCF, Launch Control Facility) und an den Raketensilos (LF, Launch Facility) nach möglichen Ursachen für den Ausfall der Raketen zu fahnden. Die Untersuchung zog sich über mehrere Monate. In einem Brief an Robert Salas und den UFO-Forscher Jim Klotz schrieb Kaminski:

 

„Schon von Beginn der Untersuchung an war klar, dass es keinen ersichtlichen Grund gab, der den Vorfall hätte erklären können. Es gab keine auffälligen Fehlfunktionen oder konstruktionsbedingten Parameter, die zum Abschalten der zehn Raketen hätten führen können. Es stellte sich heraus, dass der Vorfall ein extrem unwahrscheinliches und nicht vorhersehbares Ereignis war. Der Einsatz eines Notstromsystems sowie redundanter Schaltkreise machte einen derartigen Vorfall eigentlich unmöglich, sobald die Anlage hochgefahren und vernetzt mit anderen LCFs und LFs war.

 

Das Team traf sich mit mir und berichtete über die Untersuchungsergebnisse. Es wurde deutlich, dass im Abschlussbericht nichts Aussagekräftiges darüber stehen würde, was mit Echo-Flight passiert war. Mit anderen Worten: es gab keine technische Erklärung für den Vorfall. Das Team verfasste den Abschlussbericht. Währenddessen wurde ich vom Verantwortlichen des OOAMA (Ogden Air Material Command Support Facility), Don Peterson, kontaktiert und er informierte mich darüber, dass das Ereignis als UFO-Vorfall eingestuft würde - dass ein UFO von einigen Wachsoldaten zu dem Zeitpunkt über der LCF gesehen worden war, als E-Flight ausfiel. Einige Tage später wurden wir darüber informiert, dass von der OOAMA eine Order an uns unterwegs war, die Arbeiten an diesem Projekt einzustellen. Wir beendeten die Arbeiten. Uns wurde darüber hinaus mitgeteilt, dass wir den Abschlussbericht nicht abgeben sollten. Das war sehr außergewöhnlich, denn unsere Arbeit sah die Überprüfung durch den Auftraggeber und die Abgabe eines finalen Berichtes an die OOAMA vor.“

 

Viele der Ingenieure aus dem Team haben sich im Laufe der Jahre als Zeugen gemeldet und die Schilderungen von Bob Kaminski bestätigt. Kaminski selber schrieb ein Buch zu dem Thema mit dem Titel Lying Wonders.

 

Da die OOAMA im Vorfeld „große Besorgnis“ über den Vorfall zum Ausdruck gebracht hatte, war es um so ungewöhnlicher, dass die Verantwortlichen die Untersuchung stoppten und keinen Abschlussbericht verlangten. Offensichtlich wurde in diesem Fall eine der goldenen Regeln der Geheimhaltung umgesetzt: „Nichts auf Papier!“

 

Am 24. März 1967, dem Tag des Oscar-Flight-Vorfalls, gab es eine weitere, gut dokumentierte UFO-Sichtung durch einen zivilen Zeugen: Der LKW-Fahrer Kenneth C. Williams beobachtete nahe dem Städtchen Belt, das östlich von Great Falls liegt, ein großes leuchtendes Objekt, das in einer Senke zu landen schien. Das Objekt wurde von dem Polizeibeamten Bud Nader und später ebenfalls von zwei Leuten der Air Force gesehen. Auch ein Radar der Federal Aviation Administration (FAA) erfasste das UFO - der Radarkontakt deckt sich mit Zeit und Ort von Kenneth Williams Sichtung. Williams verfasste für das National Investigations Committee on Aerial Phenomena (NICAP) einen ausführlichen Bericht über die Geschehnisse.

 

Im September 2012 sowie im Juli und August 2013 gab es erneut UFO-Sichtungen über der Malmstrom-Atomwaffenbasis mit mehreren unabhängigen Zeugen und Einheimische berichteten von erhöhter militärischer Aktivität im Zeitraum nach den Sichtungen. Hier die Links zu den entsprechenden Artikeln:

 

Zusammenfassung in Deutsch:

Andreas Müller: Erneute UFO-Aktivität nahe US-Atomraketen-Standort Malmstrom

(Quelle: grenzwissenschaften-aktuell.de)

 

Englische Original-Artikel:

Robert Hastings: UFOs Reported Near Malmstrom AFB's Nuclear Missile Sites in September 2012

(Quelle: ufohastings.com)

 

Robert Hastings: UFOs Reported by Civilians Living Within Malmstrom AFB's Nuclear Missile Field

(Quelle: ufohastings.com)

 

Eine Beschreibung zweier UFO-Vorfälle über Atomwaffendepots in Deutschland während des Kalten Krieges gibt der Exkurs 6 - UFOs and Nukes: Zwei Fälle aus Deutschland.

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