„Es gibt UFOs und jeder muss sich auf diese Tatsache einstellen. UFOs sind nicht dasselbe wie außerirdisches Leben. Aber wir sollten anfangen, über

diese Möglichkeit nachzudenken.“

The Washington Post,

28. Mai 2019.

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Einleitung

Diese Seite ist online seit dem 12. April 2012.

UFOs in den US-Leitmedien

Eine Übersicht über Presseberichte in den USA zum Thema UFOs / AATIP (Advanced Aerospace Threat Identification Program) finden Sie auch auf der Seite der Interdisziplinären Gesellschaft zur Analyse anomaler Phänomene e.V.  (IGAAP):

 

UFOs in den US-Leitmedien

Juni 2020 - US-Senatoren wollen, dass die Öffentlichkeit die UFO-Berichte der Regierung sieht

 

Der Geheimdienst-Ausschuss des Senats - das Senate Select Committee on Intelligence (SSCI) - hat beschlossen, die US-Geheimdienste und das Verteidigungsministerium zu verpflichten, eine detaillierte öffentliche Analyse aller Daten zusammenzustellen, die über ‚unidentifizierte Luftphänomene’ (UAP - Unidentified Aerial Phenomena) gesammelt wurden - einschließlich der von US-Navy-Piloten in den letzten Jahren aufgezeichneten Vorfälle.

 

Die entsprechende Anordnung im jährlichen Genehmigungsgesetz für den Geheimdienst-Haushalt, das noch vom gesamten Senat verabschiedet werden muss, löst auf dem ‚Capitol Hill’ eine ungewöhnlich öffentliche Debatte darüber aus, wie umfassend die Regierung Flugobjekte unbekannter Herkunft beobachtet hat.

 

„Der Ausschuss ist nach wie vor besorgt darüber, dass es innerhalb der US-Regierung trotz der potenziellen Bedrohung keinen einheitlichen, umfassenden Prozess für die Sammlung und Analyse von Informationen über nicht identifizierte Luftphänomene gibt“, wird in den Erläuterungen zum Gesetz ausgeführt. Weiter heißt es dort: „Der Ausschuss ist sich bewusst, dass die relevanten nachrichtendienstlichen Erkenntnisse sensibel sein können; dennoch ist der Ausschuss der Ansicht, dass der Informationsaustausch und die Koordination innerhalb der nachrichtendienstlichen Gemeinschaft uneinheitlich waren und dass diesem Thema die Aufmerksamkeit hochrangiger Führungskräfte gefehlt hat.“

 

Die öffentliche Analyse, die aber einen klassifizierten Anhang enthalten darf, ist vom Direktor der nationalen Geheimdienste (DNI) und vom Verteidigungsminister innerhalb von 180 Tagen nach der Verabschiedung des Gesetzes vorzulegen.

 

Bender, Bryan (2020): Senators want the public to see the government's UFO reports

 

 

April 2020 - Pentagon gibt drei weithin bekannte UFO-Videos nun offiziell zur Veröffentlichung frei

 

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat nun offiziell die drei kurzen UFO-Videos freigegeben, die erstmals zwischen Dezember 2017 und März 2018 von der To The Stars Academy of Arts and Sciences (TTSA) veröffentlicht worden waren (vgl. den Artikel in der New York Times vom 16. Dezember 2017; s.u.).

 

Die Videos zeigen unidentifizierte Flugobjekte mit ungewöhnlichen Flugeigenschaften und wurden von Bordkameras amerikanischer Militärflugzeuge aufgezeichnet. Die US-Navy bestätigte bereits im September 2019 die Echtheit der Videos (s.u.). Das Videomaterial wird jetzt offiziell herausgegeben, „um jegliche Missverständnisse in der Öffentlichkeit darüber auszuräumen, ob das im Umlauf befindliche Filmmaterial echt war oder nicht, oder ob mehr an den Videos dran ist oder nicht“, so die Pentagon-Sprecherin Susan Gough. „Nach einer gründlichen Überprüfung hat das Verteidigungsministerium festgestellt, dass die autorisierte Freigabe dieser nicht klassifizierten Videos keine sensiblen Fähigkeiten oder Systeme offenbart“, sagte Gough in einer Erklärung, „und sich nicht auf spätere Untersuchungen militärischer Luftraumverletzungen durch nicht identifizierte Phänomene im Luftraum auswirkt“.

 

Das Pentagon hat zuvor Aufnahmen von unbekannten Objekten im Rahmen des geheimen Advanced Aerospace Threat Identification Program (AATIP) untersucht, das auf Geheiß des ehemaligen Senators von Nevada, Harry Reid, initiiert worden war. Das Programm wurde 2007 gestartet und endete nach Angaben des Pentagon im Jahre 2012 - inzwischen ist aber bekannt, dass es unter anderem Namen über 2012 hinaus weitergeführt wurde bzw. wird.

 

Conte, Michael (2020): Pentagon officially releases UFO Videos
 

 

Februar 2020 - US-Magazin Popular Mechanics veröffentlicht Referenz-Artikel zum Pentagon-UFO-Programm

 

Am 14. Februar 2020 hat das US-Magazin Popular Mechanics einen exzellent recherchierten Artikel zum Pentagon-UFO-Programm (AATIP / AAWSAP / BAASS / Luis Elizondo) veröffentlicht. Neu sind insbesondere Informationen über den von Bigelow Aerospace (BAS) angefertigten ‚BAASS Ten Month Report’ sowie zu einem Paper von Christopher ‚Kit’ Green über die physiologischen Effekte möglicher UFO-Begegnungen auf menschliches Gewebe. Besonders hilfreich zum Verständnis der komplexen Zusammenhänge ist auch die Graphik mit der Timeline der Ereignisse.

 

McMillan, Tim (2020): Inside the Pentagon's Secret UFO Program

 

Falls der Link zum Paper von Kit Green nicht funktionieren sollte, hier ein alternativer Link.

 

 

September 2019 - US-Navy bestätigt Authentizität dreier veröffentlichter UFO-Videos

 

Ein Sprecher der US-Navy hat sich erstmals zu drei inzwischen weltweit bekannten UFO-Videos geäußert und bestätigt nicht nur deren Authentizität, sondern auch, dass die Videos tatsächlich ‚unidentifizierte Phänomene im Luftraum’ (UAPs - Unidentified Aerial Phenomena) zeigen.

 

Ursprünglich von der New York Times und der To The Stars Academy of Arts and Science (TTSA) seit Dezember 2017 veröffentlicht, werden die drei Videos allgemein als 'FLIR1', 'Gimbal' und 'GoFast' bezeichnet (das dritte wurde im März 2018 veröffentlicht). Laut der Website der TTSA stellen die Clips „(...) die ersten offiziellen Beweise der US-Regierung dar, die zu Recht als glaubwürdige authentische Bestätigung dafür bezeichnet werden können, dass unidentifizierte Luftphänomene (UAP) real sind.“ Die offizielle Position der Navy bestätigt nun zumindest teilweise die Aussagen der TTSA.

 

„Die Marine bezeichnet die in diesen Videos zu sehenden Objekte als nicht identifizierte Luftphänomene“, bestätigte Joseph Gradisher, offizieller Sprecher des Deputy Chief of Naval Operations for Information Warfare. Auf die Frage, warum von der US-Navy nun der Begriff ‚UAP’ und nicht mehr ‚UFO’ verwendet wird, fügte Gradisher hinzu: „Die Terminologie ‚Unidentified Aerial Phenomena’ wird verwendet, weil sie eine grundlegende Beschreibung für die Sichten / Beobachtungen von nicht autorisierten / unidentifizierten Fluggeräten liefert, die im Luftraum verschiedener militärisch kontrollierter Trainingsbereiche beobachtet wurden.“

 

Wie bereits im Mai 2019 so stellte die US-Navy auch jetzt jedoch noch einmal klar, dass die drei Videos nie für die allgemeine Öffentlichkeit freigegeben worden sind und widerspricht damit der Behauptung der TTSA, dass die US-Regierung das Material für die öffentliche Nutzung deklassifiziert hat.

 

Greenewald, John Jr. (2019): U.S. Navy Confirms Videos Depict ‚Unidentified Aerial Phenomena’; Not Cleared For Public Release

 

Epstein, Kayla (2019): Those UFO Videos are real, the Navy says, but please stop saying 'UFO'

 

 

Juni 2019 - US-Senatoren erhalten geheimes Briefing über UFO-Sichtungen

 

Am 19. Juni 2019 berichtete das US-Magazin Politico darüber, dass drei weitere US-Senatoren ein geheimes Pentagon-Briefing über eine Reihe von Begegnungen der US-Navy mit nicht identifizierten Luftfahrzeugen erhalten haben. Nach Angaben von Kongressmitarbeitern und Mitarbeitern des Militärs resultieren diese Briefings aus einer wachsenden Anzahl von Anfragen wichtiger Aufsichtsgremien.

 

Einer von ihnen war Senator Mark Warner, der stellvertretende Vorsitzende des Senate Intelligence Committee, dessen Büro das Briefing Politico gegenüber bestätigte: „Wenn Marinepiloten in unerklärliche Ereignisse im Luftraum geraten, ist das ein Sicherheitsproblem, von dem Senator Warner glaubt, dass wir dem auf den Grund gehen müssen“, sagte die Sprecherin Rachel Cohen in einer Erklärung.

 

Offensichtlich ist es dem wachsenden Interesse des Kongresses zu verdanken, dass die US-Navy entschieden hat, die Verfahren zur Meldung solcher unerklärlicher Sichtungen zu aktualisieren - Politico hatte im April 2019 darüber berichtet.

 

„Marineoffiziere trafen sich mit interessierten Kongressmitgliedern und Mitarbeitern am Mittwoch, um einen geheimen Überblick über die Bemühungen zu geben, diese Bedrohungen für die Sicherheit unserer Piloten zu verstehen und zu identifizieren“, erklärte Sprecher Lt. Cmdr. Daniel Day. Auch für Donnerstag seien „Folgegespräche mit anderen interessierten Mitarbeitern“ geplant. „Marineoffiziere werden interessierte Kongressabgeordnete und Mitarbeiter weiterhin auf dem Laufenden halten. Angesichts des geheimen Charakters dieser Diskussionen werden wir nicht auf die spezifischen Informationen in diesen Briefings auf dem ‚Hill’ eingehen.“

 

Bender, Bryan (2019): Senators get classified briefing on UFO sightings

 

Garger, Kenneth (2019): Senators briefed by Pentagon on reported UFO sightings

 

 

Mai 2019 - Das Pentagon bestätigt erstmals direkt die Erforschung von UFOs

 

Am 22. Mai 2019 erschien in der New York Post ein Artikel mit dem Titel ‚The Pentagon finally admits it investigates UFOs’. Auf Anfrage erhielt die NYP eine exklusive Stellungnahme des US-Verteidigungsministeriums zum Advanced Aerospace Threat Identification Program (AATIP), einem Forschungsprogramm, das von 2007 bis 2012 ungewöhnliche Sichtungen von US-Piloten untersucht hat.

 

Der Sprecher des Pentagon, Christopher Sherwood, bestätigte in dieser Stellungnahme, dass sich AATIP „mit der Erforschung und Untersuchung von nicht identifizierten Phänomenen im Luftraum beschäftigt hat“. Während das Pentagon in einer Erklärung von 2017 noch behauptete, AATIP sei 2012 eingestellt worden, wies Sherwood nun darauf hin, dass Sichtungen von ungewöhnlichen Flugobjekten auch weiterhin untersucht werden: „Das Verteidigungsministerium wird im Rahmen der üblichen Verfahren Berichte von US-Militärpiloten über nicht identifizierte Luftfahrzeuge analysieren, um die Verteidigung des Heimatlandes und den Schutz vor strategischer Überraschung durch die Gegner unserer Nation zu gewährleisten.“

 

Bisher hat das Pentagon die Verwendung des Begriffes ‚Unidentified Aerial Phenomenon’ - oder UAP - stets vermieden, da er ein Synonym für den mit vielen Vorurteilen und Wertungen belasteten Terminus ‚UFO’ ist. Was für Außenstehende zunächst nach einer selbstverständlichen und unspektakulären Formulierung klingt, ist für Experten ein eindeutiger Hinweis darauf, dass das Pentagon auch mögliche exotische Erklärungen für Sichtungen von UAPs nicht ausschließt.

 

Für Nick Pope, der in den 90er Jahren unter Geheimhaltung UFO-Sichtungen für die britische Regierung untersucht hat, ist die Pentagon-Erklärung eine große Überraschung: „Frühere offizielle Erklärungen waren zweideutig und ließen die Tür offen für die Möglichkeit, dass AATIP sich einfach nur mit den Bedrohungen durch die nächste Generation von Flugzeugen, Raketen und Drohnen beschäftigt hat - wie Skeptiker gerne behaupten. Diese neue Aussage macht jedoch deutlich, dass sie wirklich das studiert haben, was die Öffentlichkeit unter ‚UFOs’ versteht.“

 

Greenstreet, Steven (2019): The Pentagon finally admits it investigates UFOs

 

 

April 2019 - US-Navy bestätigt offiziell Sichtungen von ‚unidentifizierbaren Phänomenen im Luftraum’

 

Wie das US-Magazin Politico (Bender 2019) und die Washington Post (Paul 2019) im April 2019 berichtet haben, bestätigt die US-Navy, dass es „in den letzten Jahren eine Reihe von Berichten über nicht autorisierte und/oder nicht identifizierte Luftfahrzeuge gab, die in verschiedene militärisch kontrollierte Bereiche und ausgewiesene Lufträume eingedrungen sind. Aus Sicherheitsgründen nehmen die Navy und die US-Air-Force diese Berichte sehr ernst und untersuchen jeden einzelnen“. Und weiter: „Als Teil dieser Bemühungen aktualisiert und formalisiert die Navy den Prozess, mit dem Berichte über solche offensichtli-chen Luftraumverletzungen an die zuständigen Behörden gemacht werden können. Eine neue Mitteilung an die Flotte, welche die Schritte für die Berichterstattung detailliert beschreibt, ist im Entwurf.“

 

Hintergrund dieser Initiative sind anscheinend Beschwerden von Militärpiloten, die sich mit ihren Berichten über solche Begegnungen nicht ernst genommen fühlen - ein Problem, das bei den US-Streitkräften schon seit Jahrzehnten besteht.

 

Sichtungen von unidentifizierbaren Phänomenen im Luftraum wurden bisher von den US-Militärs weitgehend ignoriert. Durch die Veröffentlichungen zum Pentagon-UFO-Programm im Dezember 2017 (AATIP - Advanced Aerospace Threat Identification Program; Landwehr 2019) ist nun aber nicht nur die amerikanische Öffentlichkeit auf solche Vorgänge aufmerksam geworden, sondern auch Vertreter der US-Regierung. Der Sprecher des Office of the Deputy Chief of Naval Operations for Information Warfare, Joseph Gradisher, sagte in einer Erklärung: „Als Reaktion auf Informationsanfragen von Kongressmitgliedern und Regierungsmitarbeitern haben eine Reihe von Briefings von hochrangigen Marine-Vertretern und Piloten stattgefunden, die Gefahren für die Flugsicherheit gemeldet haben.“

 

Luis Elizondo, der ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter und Leiter von AATIP, erklärte der Washington Post gegenüber, dass die neuen Richtlinien der US-Navy die Analyse von UFO-Vorfällen erleichtern würden, während sie gleichzeitig das Stigma aufheben, das den Zeugen oft anhaftet. Für Experten, die sich mit der Geschichte der militärischen UFO-Forschung in den USA befassen, ist der offensichtliche Richtungswechsel der US-Streitkräfte in dieser Angelegenheit bemerkenswert. Luis Elizondo spricht bezüglich der neuen Meldeverfahren sogar von „der besten Entscheidung der Navy seit Jahrzehnten“.

 

Bei einigen der Begegnungen mit ungewöhnlichen Phänomenen hatten die Piloten kleine kugelförmige Objekte beobachtet, die in Formationen flogen. Besonders bekannt wurden jedoch die Sichtungen und Video-Aufzeichnungen (Beaty 2019) von weißen, Tic-Tac-förmigen Flugkörpern, die im November 2004 während einer Übung der Nimitz-Flugzeugträger-Gruppe vor der Küste Kaliforniens beobachtet wurden und moderne Kampfjets mühelos ausmanövrierten. Dazu hat die amerikanische Scientific Coalition for UAP Studies (SCU 2019) einen umfangreichen Bericht vorgelegt.

 

Christopher Mellon, der wie Luis Elizondo Mitbegründer der To The Stars Academy of Arts and Science (TTSA) und ehemaliger Geheimdienst-Mitarbeiter ist, spricht in diesem Zusammenhang von einer „wirklich radikalen Technologie“ und bemerkt weiter: „Stellen Sie sich vor, Sie sehen hochmoderne Luftfahrzeuge - sie erscheinen auf Radarsystemen, sie sehen bizarr aus und niemand weiß, woher sie kommen. Dies geschieht mit großer Regelmäßigkeit und niemand tut etwas.“

 

Bezüglich Hypothesen zur Herkunft dieser Unidentified Aerial Phenomena oder kurz UAPs sind die US-Militärs extrem zurückhaltend. So räumt die US-Navy zwar ein, dass diese Phänomene real sind und durch geschultes Militärpersonal bestätigt werden. Gleichzeitig weist sie aber darauf hin, dass man nicht davon ausgehe, es handle sich hierbei um „außerirdische Raumschiffe“. Dazu Chris Mellon: „Im Moment haben wir eine Situation, in der UFOs und UAPs als Anomalien behandelt werden, die ignoriert werden, anstatt als Anomalien, die erforscht werden müssen.“

 

Dass die US-Navy sich aber trotzdem abseits der Öffentlichkeit mit UFOs beschäftigt, belegt ein US-Patent vom Dezember 2018, dessen Existenz erst kürzlich bekannt wurde. Der Patent-Anmelder, Salvatore Cezar Pais (Pais 2018), beschreibt seine Erfindung als „ein Fluggerät, das eine Vorrichtung zur Reduzierung der Massenträgheit verwendet“ und „es ist ein Merkmal der vorliegenden Erfindung, dass extreme Geschwindigkeiten erreicht werden können“. Diese Beschreibung legt die Vermutung nahe, dass die US-Navy nach technischen Möglichkeiten sucht, mit deren Hilfe sich die Raumzeit - und damit auch die Gravitation - in der unmittelbaren Umgebung eines Luftfahrzeuges manipulieren lässt.

 

Nick Pope, ein ehemaliger UFO-Fallermittler des britischen Verteidigungsministeriums, sieht Ähnlichkeiten zwischen dem patentierten Design und dem Tic-Tac-UFO (Hamill 2019): „Ein Hybridfahrzeug, das sich sowohl in der Luft als auch unter Wasser bewegen kann, ähnelt auf auffällige Weise dem, was bei dem Vorfall von 2004 mit der USS Nimitz berichtet wurde. Der mögliche Zusammenhang zwischen dem Vorfall der USS Nimitz und diesem Patent ist faszinierend und es ist interessant, dass die US-Navy hier das Bindeglied zu sein scheint. Es ist möglich, dass das Patent Teil eines Versuchs ist, die Technologie dieser Objekte nachzubauen.“

 

Pais erwähnt in seinem Patent Dr. Harold Puthoff (Puthoff 2018), eine Schlüsselfigur des Pentagon-UFO-Programms. Im Rahmen von AATIP hatte Puthoff über 30 wissenschaftliche Studien zu spe-kulativer Physik und exotischen Zukunftstechnologien in Auftrag gegeben, die unter anderem vom Pentagon für die Briefings beim US-Kongress verwendet wurden.

 

Beaty, Dave (2019): The Nimitz Encounters 2

Neue Versionen des Videos: www.thenimitzencounters.com

 

Bender, Bryan (2019): U.S. Navy drafting new guidelines for reporting UFOs

 

Hamill, Jasper (2019): The US Navy secretly designed a super-fast futuristic aircraft resembling a UFO, documents reveal

 

Landwehr, Michael (2019): Das UFO-Forschungsprogramm des Pentagon

 

Pais, Salvatore Cezar (2018): Craft using an inertial mass reduction device - US Patent No. 10144532B2

 

Paul, Deanna (2019): How angry pilots got the Navy to stop dismissing UFO sightings

 

Puthoff, Harold E. (2018): Address to the SSE/IRVA Conference, Las Vegas, 8 June 2018

 

SCU - Scientific Coalition for UAP Studies (2019): A Forensic Analysis of Navy Carrier Strike Group Eleven’s Encounter with an Anomalous Aerial Vehicle

 

TTSA - To The Stars Academy of Arts & Science: www.tothestarsacademy.com

 

 

Januar 2019 - Harvard-Astronom Avi Loeb über ‚Oumuamua’

 

Auch ein so bedeutender Astronom wie der Leiter des astronomischen Instituts der Harvard-Universität, Professor Avi Loeb, äußerte 2018 in den Astrophysical Journal Letters seine Ansicht, dass Objekte einer außerirdischen Zivilisation sehr wohl unser Sonnensystem erreichen könnten und dies möglicherweise im Jahr 2017 bereits getan haben. In einem Interview mit dem SPIEGEL (Nr. 2 vom 05.01.2019) erklärte Loeb, dass der Himmelskörper mit der Bezeichnung ‚Oumuamua’, der am 19. Oktober 2017 vom Pan-STARRS-Teleskop auf Hawaii beobachtet wurde, sehr wohl ein künstliches Objekt Außerirdischer gewesen sein könnte. Denn Oumuamua bewegte sich so schnell, dass er von einem Ort außerhalb unseres Sonnensystems stammen musste. Da seine Bahn von derjenigen abwich, die er eigentlich im Schwerefeld der Sonne beschreiben sollte, muss dafür eine unbekannte Kraft verantwortlich sein. Loeb: „Solange es keine natürliche Erklärung gibt, bleibt nur die Möglichkeit, dass es sich um ein künstliches Objekt handelt.“

 

Die Mission des ‚Kepler’-Weltraumteleskops hat uns gelehrt, dass fast jeder vierte Stern von erdähnlichen Planeten umkreist wird, auf denen lebensfreundliche Temperaturen herrschen. Der Nachfolger von Pan-STARRS, das Large Synoptic Survey Telescope (LSST) nimmt in wenigen Jahren auf Hawaii seinen Betrieb auf. Falls Objekte wie Oumuamua gleichmäßig im interstellaren Raum verstreut sind, müsste dieses Teleskop Tausende von ihnen sehen, die wir dann viel genauer untersuchen können, meint Loeb. Dann könnte es - im Gegensatz zu SETI - sogar zu einem physischen Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation kommen.

 

Johann Grollen (2019): Avi Loeb on the Mysterious Interstellar Body Oumuamua: „Thinking About Distant Civilizations Isn't Speculatitve“

 

 

Dezember 2018 - Einbeziehung des UFO-Phänomens in SETI

 

Der NASA-Wissenschaftler Silvano P. Colombano hat im Dezember 2018 seine Kolleginnen und Kollegen von der SETI-Forschung dazu aufgerufen, eine ‚aggressivere’ Vorgehensweise bei der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz in Erwägung zu ziehen und die eigenen grundfesten Über-zeugungen zu überdenken (Colombano 2018). Seiner Ansicht nach müssen insbesondere vier Annahmen überdacht werden:

 

1. dass eine interstellare Raumfahrt unmöglich oder äußerst unwahrscheinlich ist,

2. dass Radiowellen auf Jahrmillionen das Mittel zur Kommunikation im Weltall sind,

3. dass das Leben intelligenter Zivilisationen auf Kohlenstoff-Basis beruhen müsse und

4. dass die Erde noch nie und auch jetzt nicht von Außerirdischen besucht wurde.

 

SETI ignoriert die potenzielle Bedeutung der UFO-Phänomene aus dreierlei Gründen:

 

1. Annahme einer extrem geringen Wahrscheinlichkeit für interstellare Reisen,

2. hohe Wahrscheinlichkeit von betrügerischen und falsch interpretierten Berichten und

3. allgemeine Ablehnung des Themas durch die Gemeinschaft der Wissenschaftler.

 

Tatsächlich geht die SETI-Forschung genauso vor wie die wenigen wissenschaftlich arbeitenden UFO-Phänomen-Forscher: Beide suchen nach bedeutenden Signalen im ‚Rauschen’ der Daten. Colombano fordert flexiblere Annahmen in der SETI-Forschung. Speziell sollten sich Physiker mehr mit einer Art ‚spekulativer Physik’ beschäftigen, die zwar auf einer soliden theoretischen Basis beruht, jedoch auf die Möglichkeiten ausgedehnt werden sollte, welche die Raum-Zeit und Energie noch bieten könnten. Wir teilen Colombanos Auffassung und richten uns nach seinen Empfehlungen.

 

Colombano, S.P., (2018): New Assumptions to guide SETI Research; NASA Ames Research Center

 

 

Juni 2018 - Eine bemerkenswerte Rede von Hal Puthoff

 

Im Juni 2018 hielt Dr. Harold E. Puthoff, Mitbegründer und Vizepräsident für Wissenschaft und Technologie der To The Stars Academy of Arts and Science (TTSA), eine bemerkenswerte Rede in Las Vegas anlässlich der gemeinsamen Konferenz der Society for Scientific Exploration (SSE) und der International Remote Viewing Association (IRVA) (Puthoff 2018). In dieser Rede sprach er ausführlich über das ‚Tic-Tac-UFO-Video’, das im November 2004 während einer Übung der Nimitz Carrier-Group aufgenommen wurde, er referierte über die Untersuchung von Materialien, die offensichtlich in Zusammenhang mit UFO-Ereignissen stehen, und er erwähnte schließlich die Colares-Vorfälle: „Wir haben uns (...) einige Fälle aus Brasilien angesehen, die wirklich gut waren. 1977, 78 - es war wie im Film ‚Unheimliche Begegnungen der Dritten Art’. Tausend Seiten Dokumente, die alle vom Ermittlungsteam der brasilianischen Luftwaffe erstellt wurden, 500 Fotos, 15 Stunden Filmmaterial, viele Verletzungen, (...) die auftraten, als Menschen diesen Objekten aus nächster Nähe begegneten - und sie hatten einige Überschneidungen mit Fällen, bei denen Verletzungen auftraten, die wir im Rahmen des Programms [AATIP: Advanced Aerospace Threat Identification Program] untersucht haben.“

 

Puthoffs Ausführungen können als eine halboffizielle Bestätigung der Realität des UFO-Phänomens gewertet werden, denn im folgenden Absatz bemerkt er: „Trotz der Fortschritte bei AATIP - seien wir ehrlich: das Thema ist ganz grundsätzlich anomal, richtig? Daher - mal abgesehen von der Realität der Beobachtungen - alle Leute, mit denen wir bei den Geheimdiensten und im Pentagon zusammenarbeiten, sind sich einig - die Daten sind da, das ganze ist real.“ Genau wie Christopher Mellon und Luis Elizondo (beide Mitglieder der TTSA) macht er deutlich, dass es sich bei den ‚Advanced Aerospace Vehicles’ (AAV), die von der Nimitz Carrier-Group aufgezeichnet wurden, um eine Technologie unbekannter Herkunft handelt - ohne jedoch explizit zu sagen, dass sie extraterrestrischen Ursprungs sein könnten. Möglicherweise steckt dahinter die Strategie, den Prozess der Offenlegung voranzutreiben, ohne gegen Vereinbarungen zur Geheimhaltung verstoßen oder geheime Dokumente freigeben zu müssen. „Da das Programm, an dem ich beteiligt war, im Pentagon und bei den Geheimdien-sten als Top Secret eingestuft war und hinter den Kulissen ablief, gab es erst kürzlich eine Veröffentlichung von Informationen darüber. Dies ist also das erste Mal, dass ich die Chance habe, tatsächlich vor der Öffentlichkeit zu erscheinen und über Details des Programms zu sprechen, ohne dafür ins Gefängnis zu gehen.“

 

Puthoff, Harold E. (2018): Address to the SSE/IRVA Conference, Las Vegas, 8 June 2018

 

TTSA - To The Stars Academy of Arts & Science:

www.tothestarsacademy.com/

 

 

Dezember 2017 - Das Pentagon-UFO-Programm AATIP

 

Neue Informationen, die dazu ermutigen, Hypothesen zu einer möglichen extraterrestrischen Herkunft von UFOs wieder stärker in den Fokus zu rücken, kommen von einer Institution, von der man sie am allerwenigsten erwartet hätte: dem amerikanischen Verteidigungsministerium! Am 16. Dezember 2017 erschienen zunächst in der New York Times (Cooper, Blumenthal und Kean 2017) und kurz darauf auch im Magazin Politico (Bender 2017) und der Washington Post (Warrick 2017) Artikel über ein UFO-Forschungsprogramm des Pentagon, das Advanced Aerospace Threat Identification Program (AATIP). Bis heute sind diese Veröffentlichungen Gegenstand von extensiven Recherchen, Spekulationen und hitzigen Diskussionen - in den USA, wohlgemerkt, nicht in Deutschland! Die deutschen Mainstream-Medien haben dieser äußerst bemerkenswerten Entwicklung in den USA nur einige kürzere Artikel am 17. Dezember gewidmet (z.B. Spiegel-Online 2017, Zeit-Online 2017), ohne das Thema in der Folge weiter zu vertiefen.

 

Im Zuge der Berichterstattung wurden darüber hinaus auch mehrere Videos von Bordkameras amerikanischer Kampfjets veröffentlicht, die Aufnahmen von unidentifizierten Flugobjekten mit außergewöhnlichen Eigenschaften zeigen. Die Geschehnisse haben die Debatte in den USA nachhaltig verändert - es ist dort einfacher geworden, über das UFO-Problem in der Öffentlichkeit zu sprechen und ein Bewusstsein für die große Bedeutung des Themas zu schaffen. Dieser Ansicht ist auch der amerikanische Journalist George Knapp: „In den letzten neun Monaten hat sich die Sichtwei-se auf das Thema stark verändert. Es ist die größte Veränderung in meinen 30 Jahren der Spurensuche danach. (...) Die Ufologie möchte, dass die Regierung zugibt, dass diese Dinge real sind und das Thema untersucht werden sollte. Genau das ist gerade passiert. (...) Ich denke, die Ereignisse der letzten Monate machen es viel schwieriger, darüber zu lachen.“ (Silva 2018)

 

Bender, Bryan (2017): The Pentagon’s Secret Search for UFOs

 

Cooper, Helene, Ralph Blumenthal und Leslie Kean (2017): Glowing Auras and ‘Black Money’: The Pentagon’s Mysterious U.F.O. Program

 

Silva, Danny (2018): Interview with George Knapp


 Spiegel-Online (2017): Programm der US-Regierung: Pentagon forschte jahrelang heimlich nach UFOs

 

Warrick, Joby (2017): Head of Pentagon’s secret ‘UFO’ office sought to make evidence public

 

Zeit-Online (2017): Pentagon: USA suchten jahrelang nach UFOs

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